Kinder
und Familie
Ein typisches Geschenk von Eltern und Paten zur Geburt war und
ist heute noch der Geburtstagsbaum. Man pflanzt anlässlich der Geburt
eines Kindes einen Baum als Symbol der Fruchtbarkeit, des Gedeihens und
des Wachstums. In Deutschland war es Sitte, einen Birnbaum für ein
Mädchen und einen Apfelbaum für einen Jungen zu pflanzen.
Unser Tipp:
Dokumentieren Sie diesen besonderen Tag mit einer Tageszeitung vom
Geburtstag des Kindes. Die Eltern sind oft zu sehr beschäftigt, um daran
zu denken.
Zur Taufe
bekam früher der Täufling als Einsteckgeld von den
Paten eine Goldmünze in die Windel gesteckt, die der Grundstock für die
spätere Heirat sein sollte. In anderen Gegenden wurden die Geld- und
Goldstücke nicht in die Windeln gesteckt, sondern in den Tadelbeutel, der
dem Kind unter das Kopfkissen geschoben wurde.
Unser Tipp:
Schenken Sie an diesem Tag den Eltern die Zeitung, die Sie am Tag
der Geburt des Kindes gekauft haben.
Geschenkt wird auch am ersten Schultag.
Symbolisches und
typisches Geschenk ist die Zuckertüte, die das Schulleben versüßen
soll. Doch werden mittlerweile heute noch viele andere Kleinigkeiten wie
Radiergummis, Taschentücher, Malstifte, Uhren, lustige Lineale, Mäppchen
etc. in die Tüte getan. Ganz früher wurden Brezeln als erste Wegzehrung
in die Schultasche gesteckt.
Auch am Muttertag,
dem zweiten Sonntag im Mai, sind kleine
Geschenke üblich. An diesem Tag wird die Mutter verwöhnt und ihre
Wünsche werden erfüllt. Die Kinder schenken oft selbstgereimte Gedichte,
gemalte Bilder und selbstgebackene Kuchen. Aber auch Blumen werden gerne
geschenkt. Der Muttertag wurde das erste Mal 1908 in Philadelphia gefeiert
und soll Ausdruck der Liebe und der Dankbarkeit den Müttern gegenüber
sein.
Unser Tipp:
Hat Ihre Mutter schon eine Zeitung von dem Tag, als Sie geboren
wurde?
Partnerschaft
Am 14. Februar ist Sankt Valentinstag, an dem die eigentliche
Faschingszeit beginnt. Das Herz ist Symbol dieses Tages. Der Valentinstag
gilt als Tag der Freundschaft, an dem man Freunden, Nachbarn, Kollegen und
anderen lieben Menschen Blumen oder Kleinigkeiten schenkt.
Unser Tipp:
Schenken Sie an diesem Tag Ihrem Partner/Ihrer Partnerin eine
Zeitung von dem Tag, an dem Sie sich kennen gelernt haben. So erinnern Sie
in besonderer Weise an diesen für Sie beide besonderen Tag.
Die Verlobung ist der Tag,
an dem sich zwei Menschen die Ehe
versprechen.
Unser Tipp:
Sicher freuen sich die beiden über eine echte Zeitung vom Tag
ihres Kennenlernens.
Viel verschenkt wird heutzutage zur Hochzeit.
Es war (ist)
üblich, einen Baum zu pflanzen, der wie die Ehe gute Früchte bringen
sollte. In einigen Gegenden war es Sitte, dass die Braut zwecks Einladung
der Gäste im Dorf mit einem Korb herumging. Sie bekam während ihrer
Besuche in jedem Haus ein Stück Brot, das sogenannte Glücksbrot
geschenkt, damit es in ihrem künftigen Hausstand nie ausgehen
möge.
In Schwaben war es üblich, nach der Hochzeit einen Baum mit Beuteln
voller Lebensmittel wie Linsen, Bohnen und Getreide zu behängen, um dem
Brautpaar für einige Monate einen Vorrat für ihren neu gegründeten
Hausstand einzurichten.
Unser Tipp:
Wie wär's mit je einer echten Zeitung vom Tag der Geburt der Braut und
des Bräutigams? Wenn Sie dann noch am Morgen der Hochzeit eine aktuelle
Tageszeitung kaufen und der Geschenkmappe beilegen, dann haben Sie
das perfekte Hochzeitsgeschenk, um das man Sie beneiden wird!
Hausbau
Zur Grundsteinlegung eines Hauses
wird seit alters her eine
Tageszeitung mit in den den Grundstein eingemauert, um spätere
Generationen an die Zeit des Hausbaus zu erinnern.
Üblich sind auch Geschenke bei einem Richtfest,
das gefeiert
wird, um allen, die beim Bau geholfen haben, zu danken. Freunde oder
Nachbarn backen Brot und tragen es als Geschenk für die Hausleute mit
Salz über die Schwelle. Das bedeutet Segen für das Haus und soll vor
Hunger schützen. Man kann in das Brot zusätzlich einen Pfennig stecken,
der symbolisieren soll, dass das Geld in diesem Haus nie ausgehen möge.
Unser Tipp:
Wenn es sich um den Umbau eines älteren Hauses handelt, dann
schenken sie den Bauherren doch eine Zeitung aus dem Jahr, in dem das Haus
ursprünglich gebaut wurde.
Ein typisches Einzugsgeschenk ist auch ein Nussbaum,
der vor dem
Haus gepflanzt wird, weil er vor Blitzschlag schützen soll. Bekannt ist
auch das Tischrücken am Einzugstag. Die Eingeladenen brachten früher
Geschenke wie Mehl, Zucker und Eier zum Kuchenbacken. Essen und Trinken
zum Vespern und Geschirr und Decken für den Tisch mit. Heute sind zum
Einzug Pflanzen und vor allem Praktisches (Türschilder,
Schlüsselanhänger etc.) üblich.
Kirche
Am Palmsonntag, an dem die Karwoche beginnt,
schenkte man sich
in Thüringen selbstgemachte Lederbälle. Alle, die im letzten Jahr
geheiratet hatten, bekamen von den alten Ehepaaren Nadelkissen aus Leder
geschenkt, als Symbol für die kleinen, aber überwindbaren Sticheleien
des ersten Ehejahres.
Kurz nach dem Palmsonntag wird Ostern gefeiert.
Ostern schenkt
man seit eh und je Eier. Das Eier-Schenken als Brauch ist nicht geklärt.
Die einen sagen, das Ei sei ein Frühlingsopfer anstelle des Opfertieres
gewesen. Andere sind der Meinung, dass die Sitte auf das altdeutsche
Eiergesetz zurückzuführen sei. Demnach musste der Grund- und Bodenzins
in Form von Eiern erbracht werden, wobei der Stichtag für die Zinseier
Ostern war.
Hier finden Sie kalendarische
Informationen zum Osterfest.
Am 11.11. des Jahres ist Martinstag und Beginn des Karnevals.
St. Martin war der Schutzheilige der Armen, da er der Legende nach einst
seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Stücke trennte und mit einem
Bettler teilte. Auch an diesem Tag gab und gibt es noch heute einige
Geschenkrituale: Lehrer und Pfarrer erhielten die sogenannte Martinsgans
als Lohn. Als dies nicht mehr zeitgemäß war, wurde diese mittlerweile
routinemäßig gefütterte und geschlachtete Gans Freunden und Verwandten
geschenkt.
Vielerorts hat jedoch der heilige Nikolaus,
der am 6. Dezember
seinen großen Auftritt hat, St. Martin verdrängt. Einer Legende nach
erregte ein Vater, der zu arm war für seine Tochter Aussteuer zu kaufen
und diese daher auf die Straße schicken musste, das Mitleid des Heiligen.
Daraufhin warf der Heilige 3 Goldstücke durch den Schornstein, die in die
Strümpfe des Mädels - die zum Trocknen aufgehängt waren - fielen.
Es gibt noch andere Versionen, doch hängen die Kinder seit dieser Zeit
ihre Strümpfe auf oder stellen ihre Schuhe vor die Tür. Von ihrem
Benehmen hängt es dann ab, ob sie mit Spielsachen Äpfeln, Nüssen und
Süßigkeiten gefüllt werden.
Und schließlich gibt es das Weihnachtsfest,
an dem vermutlich
die meisten Geschenke verteilt werden. Weihnachtsgeschenke haben
christliche Wurzeln und trugen maßgeblich zur Verbreitung des Rituals
Schenken bei. Die Heiligen Drei Könige gelten als Erfinder und
Multiplikatoren der irdischen Weihnachtsgeschenke. Sie brachten dem Kind
in der Krippe - dem höchsten Gott, dem ärmsten Armen - die ihnen
kostbarsten Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrte.
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